Serienproduktion mit Schwierigkeiten
Viele haben es schon geahnt: Es lief beim Übergang zur Serienproduktion des txtr Readers leider nicht ganz so, wie wir uns das vorgestellt hatten. Was in der Kleinserie funktioniert, sieht in der Großserie oft ganz anders aus.
Durch den Einsatz anderer Maschinen und Änderungen des Produktionsprozesses enstanden inakzeptabel hohe Ausschussquoten. Vor allem beim Verlöten des größten Bauteils, der Mobilfunkkomponente, gab es regelmäßig Probleme, die manuelle Nacharbeit verlangen.
Vor Ort ist uns ein weiteres Problem aufgefallen, mit dem wir nicht gerechnet hatten: Die Fabrikarbeiter, die die Fertigung des Readers übernehmen, sind der Produktion nicht fest zugeteilt, sondern werden im Werk je nach Bedarf eingesetzt. Dass heißt, es kommen immer wieder neue Kräfte, die mit den bereits gelösten Schwierigkeiten nicht vertraut sind. Die Produktionsschritte müssen deshalb narrensicher gemacht werden, und die Tests so vereinfacht, dass sie keine Schulung und Einarbeitung erfordern.
Wir arbeiten mit Hochdruck an der Lösung der Probleme. Mit den Ergebnissen sind wir aber bisher alles andere als zufrieden. Leider haben wir einen klassichen “Anfänger-Fehler” gemacht, indem wir offiziell einen Veröffentlichungstermin bekannt gegeben haben. Gerade im momentan stark umkämpften Markt von eBook-Readern ist ein solches Prozedere fast obligatorisch. Wie wir jetzt wissen: Die Serienproduktion sollte erst einmal glatt laufen, dann kann man langsam über einen Releasetermin nachdenken.
Auch wenn wir das schon häufiger als Entschuldigung vorgebracht haben: Wir sind ein kleines, junges Start-up und wir haben mögliche Chaosszenarios einfach unterschätzt. Es klappt eben nicht immer einfach nur mit guten Willen und viel Arbeit, gerade wenn Dritte – wie der Supplier in China – aufs Parkett treten, hat man nicht mehr alles in der eigenen Hand.
Deswegen: Es tut uns wirklich leid, dass alle warten müssen. Wir tun was wir können. Und wir halten an dem guten alten Sprichwort fest: “Gut Ding will Weile haben”.
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Ihr macht das super! Jeder macht mal Anfängerfehler und ich finde es vorbildlich wie ihr eure Kunden informiert. Da sind größere Firmen bei weitem nicht so transparent. Ich wünschte lediglich, dass ihr endlich einen Bestelllink auf eure schöne Homepage setzen würde. Sowohl auf txtr.com als auch auf reader.txtr.com. Denn ich will endlich eine Bestellung machen, bezahlen und dann die Sache hinter mir haben. Ob der Reader dann im Januar oder Februar oder sogar März kommt ist nicht so wichtig. Ich möchte lediglich micht nicht alle zwei Tage wieder zu eurem blog durchklicken / kämpfen, nur um einen Statusbericht zu erhalten. Wenn’s fertig ist, wird es schon bei mir im Postfach landen. Das ist alles was ich will und ich bin sicherlich nur eine von vielen Personen denen es so geht. Lasst die Kunden mit ihrem Geld nicht warten. Kassiert ab. dann habt ihr euch eine Rücklage und könnt eventuell das eine oder andere damit teilfinanzieren. Ihr habt ja auch laufende Ausgaben. Ich bin glücklich wenn der Reader einfach irgendwann in meinem Postfach landet. Verbaut euch die Loorbeeren nicht! Ein Produkt zu haben, dass mann nirgendswo auf eurer eigenen Homepage kaufen kann, macht einen schlechteren Eindruck als Lieferverzögerungen.
Danke für den Einblick. Wird schon.
Ausschussquote 100%? Oder warum wurden bisher keine Geräte geliefert? Die “manuelle Nacharbeit” müsste doch nun nach mehr als 6 Wochen allmählich erledigt sein. Gemeinhin machen dies Großserienfertiger in ein paar Tagen, egal, ob in China oder sonstwo auf der Welt. Die wollen ja schließlich auch, dass die Ware rauskommt und ihre Lieferungen bezahlt werden.
Und wieso überhaupt “Anfängerfehler” (wörtliches Zitat, keine beleidigende Äußerung von mir)? Ist der Hardware-Bereichsleiter von txtr Berufsanfänger? Nur weil eine Firma neu startet, ist sie ja nicht gehindert, berufserfahrenes Personal einzustellen.